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  • : 本亚明 于 中华人民共和国! Für 12 Wochen geht es im Auftrag von 西门子 nach China! Zwischen Arbeit und Abenteuer...
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Meine neue alte Handynummer (0162 802****) ist ab jetzt wieder gültig!
Mit ein bisschen Glück und ein bisschen Internet könnt ihr mich aber auch über Skype erreichen (metal_thrashin_bensch)!


Samstag, 6. dezember 2008 6 06 /12 /2008 16:37
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Donnerstag, 4. dezember 2008 4 04 /12 /2008 02:56

...与 这 是 最后 戏弄


Morgen werde ich zurück sein. Und genau wie ich mich vor über zwei Monaten von der guten Heimat verabschiedet habe, so wird es bald durch die Gassen des schönen Deutschlands erschallen: Hallöchen Würstchen mit Senf, hallöchen saubere Luft und hallöchen genießbares Bier! Hurra!


Doch bevor es soweit ist, sollte ich die Chance wahrnehmen und eine kleine Zusammenfassung meiner Erfahrungen niederschreiben.

1. das Essen. Es wird mir fehlen. Nicht nur die unglaubliche Vielfalt, der günstige Preis und der (meist) fantastische Geschmack sind Gründe dafür. Auch dass man so viele neue Sachen probieren kann, ist unglaublich aufregend. Meeresfrüchte, exotische Gewürze und skurrile Kompositionen. Aber ich vermisse auch viele Lebensmittel von zu Hause, ohne die ich nicht auskommen möchte! Übrigens: Das Essen vom Chinamann in Deutschland hat rein gar nichts, aber auch absolut nicht das geringste mit chinesischem Essen zu tun.

2. die übertriebene Aufmerksamkeit. Die kleinen Mädchen kicherten und winkten, die größeren bekamen kaum ein Wort heraus und die Mütter umsorgten mich großzügig. In diesem Maße ist mir das noch nie widerfahren. Natürlich habe ich es genossen. Aber es ist auch anstrengend. Ich freue mich sehr darauf, dass ich in Deutschland endlich essen kann, ohne dass mir jeder dabei zusieht, wie ich mit einem mir fremden Essbesteck herumexperimentiere.

3. das Land und seine Kultur. Das alles ist sehr spannend und es gibt wirklich unfassbar viele Dinge zu sehen, zu tun und zu erfahren. Alles ist anders. Ich hätte mir gern noch mehr angesehen, und vor allem um Tibet und Yunnan tut es mir leid. Aber ich habe mir versprochen das nachzuholen!

4. die Geschäftsessen. Ich halte das für eine hervorragende Erfindung. Man trifft sich unter Kollegen und lässt sich volllaufen. Ich war schon immer der Überzeugung, dass einmal zusammen betrunken sein genau so effektiv ist wie vier Wochen herkömmliches Kennenlernen. Außerdem ziehen hier alle mit. Hier muss keiner fahren oder hat sonst irgendwelche niederen Ausflüchte. Hier wird gezecht bis nichts mehr reinpasst. Fertig. Absolutes Highlight war dabei natürlich mein Abschiedsabend. Da werden Geschichten geschrieben, die man sich unter Männern immer wieder gern erzählt.

5. die Mei-You-Metalität. Das ist eine der schlimmsten Ausprägungen chinesischer Mentalität. Egal was man will und wie und warum. Es geht erstmal nicht. Man braucht so unglaublich viel Geduld (und vor allem auch Beherrschung). Noch schlimmer, wenn man sich nicht versteht. Und das ist gleich das nächste.

6. die Kommunikation. Selten bin ich in meinem Leben vor so eine organisatorische Herausforderung gestellt worden. In Xi’an ganz allein ein Zugticket kaufen. Nirgends Englisch. Nicht einmal Schrift. Nur Zeichen. Und derer beherrsche ich ungefähr zehn. Ich fühle mich selten hilflos oder weiß nicht weiter. Aber da war es soweit. Aber das war vermutlich eine der wichtigsten Erfahrungen. Denn wenn man sich dort zurechtfinden kann, gibt es dann überhaupt noch zivilisierte Orte auf der Welt an denen man das nicht schafft?

7. meine Kollegen und meine Arbeit. Ich habe mich selten in einer Abteilung so wohlgefühlt. Nahezu alle meine Kollegen waren wirklich nett, hilfsbereit und bemüht, mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Der interessierte Yang Tao, der hilfsbereite Mr. Zhou, die singende Ms. Liu, die aufgedrehte Chen Bo Yu, die fröhliche Yin Yu aus Beijing und noch einige mehr. Nicht zu vergessen natürlich auch mein Chef aus Zhuzhou, mit dem ich so einige witzige Sachen erlebt habe. Ich weiß nicht wie oft ich schon versprechen musste, wieder zu kommen…! Auch die Arbeit wird mir fehlen. Es war sehr spannend, am Aufbau unseres Joint-Ventures mitzuhelfen. Und wie bei allen Sachen, in die man eigene Kreativität gesteckt hat, fällt das Loslassen schwer. Ich würde es gern noch erleben, wenn nächstes Jahr die Produktion anläuft und die Halle fertig ist. Naja, dann eben nicht.

8. die Propaganda. Überall. Super-China! Olympia-TV den ganzen Tag lang. Strahlende Gewinner und hinter jedem Bild die Botschaft: "Die Kommunistische Partei ist dein Freund." Die kostenlose Zeitschrift "China Daily" liest sich wie ein Satire-Blatt. Besonders zu empfehlen sind vor allem Artikel über Taiwan, Dalai Lama, Korruption, Milchskandal und chinesische Außenpolitik.

9. die Hilfsbereitschaft. Scheint offensichtlich im Widerspruch mit der Mei-You-Mentalität zu stehen. Tut es aber nicht. Denn Hilfsbereitschaft bedeutet hier, dass ich wirklich HILFE brauchte und nicht einfach nur irgendwas wollte. Bevor ich mit dem Zug nach Guilin fuhr, musste ich mein Ticket im Reisebüro abholen. Ich hätte dieses Reisebüro (das im hintersten Teil des hintersten Hinterhofes einer 4,5 Millionen-Einwohner-Stadt lag) nie gefunden, wenn mich nicht zwei Kolleginnen (die ich gerade erst kennengelernt hatte) am Freitag nach Feierabend durch ganz Changsha geleitet hätten. Das meine ich damit.

10. die Chinesen. Ich fühle mich immer noch fremd. Und ich glaube auch, dass sich das nicht ändern würde. Aber ich habe viel gesehen, erfahren und verstanden. Und auch, wenn ich ihnen immer noch fremd sein mag, sie sind es mir inzwischen sehr viel weniger.


So. Ich denke es ist alles gesagt. Eins noch: Vielen Dank an alle, die sich hier regelmäßig meine Niederschriften zugemutet haben! Vielen Dank auch für die lieben Kommentare und euer Interesse! Seid euch aber bewusst, dass all dies meine Eindrücke dieses Landes, der Menschen und der Kultur sind. Es ist sehr kompliziert, so etwas wiederzugeben und am Ende sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Ich hatte eine tolle Zeit und würde jedem von euch, der die Gelegenheit dazu bekommt, gut zureden. Denn wie schon mein Vertriebsleiter aus Deutschland zu mir sagte: "Die sollen die Jungs nach China schicken! Da liegt die Zukunft!"

Vielen Dank.

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Donnerstag, 4. dezember 2008 4 04 /12 /2008 02:54

船长 上岸


So sprach man einst über den guten Bismarck als dieser 1890 als Reichskanzler abtrat. Was hat das nun mit mir zu tun? ... ... ... nichts. Aber heute ist es soweit. Alles ist vorbereitet. Die Sachen sind gepackt. Die Süßigkeiten sind verteilt. Es kann los gehen. Nach der Arbeit lasse ich mich zum Flughafen von Changsha bringen, um mein Flugzeug nach Beijing zu besteigen. Dort werde ich auf Kosten von Onkel S noch eine Nacht Edel-Hotel-Parasit spielen, und am morgigen Tage um 11Uhr wird – vorausgesetzt alles geht gut – meine Lufthansa-Maschine dem Himmel über Beijing entschweben und anschließend den Weg gen Heimat antreten. Sollte ich in Frankfurt pünktlich meinen Zug erwischen, werde ich gegen 20:18Uhr am Leipziger Hauptbahnhof eintreffen. Bitte bringt nicht allzu große Plakate, Blumensträuße und Kuscheltiere mit! Ich weiß, die Freude über meine Rückkehr lässt sich mit uns bekannten Werten kaum materialisieren, aber man muss ja kein Spektakel daraus machen!

Tja, dann ist das ganze Theater auch schon wieder vorbei. Wie soll ich sagen… leidlich oder ender? Jedenfalls eine Kombination aus den Wörtern "leider" und "endlich".

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Mittwoch, 3. dezember 2008 3 03 /12 /2008 07:40

初上火线

Mir ist schlecht. Und noch viel schlechter war mir, als ich heute morgen erwachte. Das Licht war an, der Fernseher lief, es roch nach eingetrocknetem Alkohol und das Bad hatte auch schon bessere Sonnenaufgänge erlebt. Doch was war passiert...?

Richtig. Abschiedsessen. Um sechs Uhr traf ich im Restaurant meines Hotels ein. Da war die Verschwörung bereits in vollem Gange. 14 Kollegen und Kolleginnen waren gekommen. Nur für mich! Und der Reihe nach kamen Sie mit vollem Bierglas zu mir, erklärten, was ich für ein feiner Kerl sei (was ich bei den meisten erwidern konnte) und forderten mich auf, mit ihnen zu trinken. Einer nach dem anderen. 14mal. Bevor überhaupt das Essen auf dem Tisch stand, waren meine Fähigkeiten mit Stäbchen zu essen bereits entscheidend geschwächt. Aber zum Glück gibt es ja meinen Chef. Der weiß genau, wie man mit trinklüsternen Chinesen umgeht. Also schlugen wir zurück.


Chinesische Geschäftsessen sind sowieso immer klasse, aber dieses Mal war es wirklich richtig toll!! Nach zwei Stunden war leider schon alles vorbei. Chinesen gehen immer zeitig nach Hause. Übrig blieben neben mir nur mein Chef, Mr. Chen und der immer feierbereite Mr. "Yellow" Wang. Wir beschlossen, noch ein wenig weiter zu trinken und begaben uns dazu in mein Apartment. Dort warteten noch einige Bier sowie ein halber Liter Jim Beam. Außerdem stießen zeitweise auch noch Sammy (der stellvertretende Hotelmanager) und mein kleiner Fan (die Empfangsdame) zu uns. Einmal mehr hat es Mr. Wang übertrieben, der seinen rebellierenden Mageninhalt durch mein Fenster in die Freiheit entließ. Zehn mal. Sein neuer Rekord, wie er mir versicherte. Leider konnte ich mich nicht lange darüber lustig machen, weil ich nur wenige Minuten später in dieselbe unvorteilhafte Lage geriet, es jedoch immerhin noch bis ins Bad schaffte. An diesem Punkt endet mein Erinnerungsvermögen und setzt erst an beschriebenem verhängnisvollen Morgen wieder ein. Mein Chef hatte mich ins Bett gebracht.


Pünktlich 9Uhr war ich auf Arbeit eingetroffen. Obwohl mir mein Chef noch am Abend geraten hatte, ich solle doch nicht vor 12Uhr auftauchen (und es stattdessen selbst tat). Aber immerhin konnte ich so den Respekt vieler Kollegen einheimsen, die aufgrund meines regen Bier-Inputs vom Vorabend wohl mit einer wesentlich geringeren Arbeitsmoral gerechnet hatten.

Was tut man nicht alles, um das zauberhafte Bild des tüchtigen, pünktlichen und stets korrekten Deutschen aufrecht zu erhalten...


Es war jedenfalls ein großartiger Abend! Ich hatte richtig viel Spaß und habe die Konsequenzen deshald gern in Kauf genommen! So. Und morgen geht’s nach Hause.

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Montag, 1. dezember 2008 1 01 /12 /2008 04:56

豫园

 

Sonntag, 11Uhr. Die Nacht war entspannend. Vom kostenlosen Frühstück habe ich in unverschämt großem Maße profitert. Es blieben mir noch lächerliche sechs Stunden in Shanghai, bevor mein Zug sich unbarmherzig auf den Heimweg gen Zhuzhou machen würde. Ich beschloss, die Huaihai Road abzulaufen. Dort kann man shoppen, klar. Aber es gibt noch mehr. Denn obwohl die Kommunisten die chinesischen Stadtbilder mit Bulldozer und Glas überall umgestaltet und dabei herzlich wenig Respekt für Bauwerke historischer Bedeutung gezeigt haben, kann man in Shanghai noch die Überreste der kolonialen Vergangheit Chinas besichtigen. Ganze Viertel mit europäischem Gesicht waren Ende des 19. Jahrhunderts und bis zur Gründung der Volksrepublik 1949 in den Städten entstanden. Der Handelsplatz und Sündenpfuhl Shanghai hatte dabei seit jeher eine herausragende Stellung. Von dieser kolonialen Architektur sind hier noch einzelne Exemplare zu sehen, auch wenn man von europäischen Vierteln nicht mehr wirklich sprechen kann.

 

Schließlich besuchte ich die Shanghaier Altstadt, die während der Kolonialzeit das innerstädtische Reservat für die chinesische Bevölkerung gewesen war. Die über 500 Jahre alten Gebäude dienen heute größtenteils als Umschlagplatz für das übliche Touristen-Einmaleins: Uhren, Taschen und massenhaft produzierten Souvenir-Ramsch. Dazwischen findet sich allerdings doch noch ein ganz erstaunliches Plätzchen. Die Yuyuan, oder Yu Gardens, sind ein malerisches Areal chinesischer Kultur und Natur. Mitten in der Stadt. Ein wirklich toller Ort. Vor allem für jene mit Kamera bewaffete Mega-Nerds, die jeden Stein von jeder Seite fotografieren. Ich hätte mich an diesem bezaubernden Ort gerne länger aufgehalten, doch der Zug hätte vermutlich nicht gewartet. Deshalb machte ich mich auf zum Bahnhof und lies das wunderbare Shanghai hinter mir. 30 Stunden hatte ich hier verbracht. Lächerlich. Aber ich war da.

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